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Es gibt in unserem Hilfe - Forum auch Berichte von verzweifelten Betroffenen und wenn man gelesen hat, versteht man sehr wohl!
Gabi 2 Hallo Leute,
ich muss mich mal wieder auskotzen. Entschuldigt die rüde Ausdrucksweise, aber ich bin mittlerweile so weit, alles beim Namen zu nennen. Auch wenn man sich so nicht ausdrücken sollte.
Wieso glaubt uns niemand, dass es uns scheisse geht? Warum meinen die alle, wir würden spinnen und uns was einreden? Als hätte man nur tausend kleine Befindlichkeitsstörungen, die überhaupt gar keine Rolle spielen. Dieses absolute Unverständnis macht mich einfach fertig, egal von welcher Seite es kommt. Besonders betroffen macht mich das allerdings bei Ärzten. Denn wenn die das nicht glauben, wie soll einem dann geholfen werden. Man kann doch nicht alles im Alleingang schaffen.
Die kriegen überhaupt gar nicht mit, dass sie kranke Menschen vor sich haben. Und wenn ich bedenke, dass ich schon allein vor der RJT über 1 Jahr HOCHGRADIG ERKRANKT durch die Gegend gelaufen bin und versucht habe, so zu tun, als wäre nichts (nicht gegenüber den Ärzten, da habe ich sogar Heulanfälle bekommen, weil ich nicht mehr weiter wusste und konnte, aber sonst). Und kein Arzt hat es wirklich ernst genommen. Und wenn ich nicht ganz genau wüsste, dass ich NICHT wehleidig bin und ich auch mal GANZ anders war, ich würde den ganzen Scheisskram, den man sich so anhören muss, mit Sicherheit tatsächlich glauben.
Ich würde tatsächlich glauben, ich spinne und mache aus EINER Mücke TAUSEND Elefanten. Gott sei Dank sind meine Augenärztin und der Orthopäde wirklich verständnisvoll und bemüht. Und Gott sei Dank weiß ich durch euch, dass man kein Hypochonder oder Psycho ist. Als ich meinen Orthopäden fragte, als der Verdacht auf Rheuma bestand, was ich dann machen sollte, hat der total nett mit einem Schulterklopfen geantwortet, das machen WIR schon. Das war mal ne Aussage! Nicht so nach dem Motto, sieh zu wie du mit deinen eingebildeten Zipperlein klar kommst. Sicher, war total allgemein, aber endlich fühlte man sich nicht wie die letzte Birne, die doch eigentlich sowieso nicht wirklich was hat, bis auf ein paar Kleinigkeiten, die jeder Mensch mal hin und wieder hat. Aber gerade diese beiden Fachdisziplinen können ja bei der komplexen Problematik nicht viel tun.
Wenn ich nur daran denke, was ich mir alles für einen Scheiss anhören musste. Und dann soll man noch ewig ruhig bleiben... Nein, nein, nein. Die Augenproblematik sei rein kosmetischer Natur, hahaha. Ich soll mir sagen, ich sei gesund. Ob ich meine Nebenschilddrüsen noch habe, sei doch völlig unerheblich. Ich sei in einem Akutkrankenhaus und in keiner Reha- oder Rheumaklinik. Ich soll doch froh sein, dass die Augen so sind und nicht NOCH SCHLIMMER. Anderen geht es ja viel schlechter. Ja, können die in mich reingucken und auch nur annähernd ermessen, wie ich mich fühle, wie es mir geht? Muss ich auf dem Zahnfleisch angekrochen kommen?
Diagnose einer Ärztin, als ich eigentlich schon EO Stadium I hatte (und man vielleicht noch was hätte retten können): so eine "komische" Bindehautentzündung (stimmt wirklich)!
Nur als es um die Gammopathie ging, wurde nicht ganz so viel Kacke erzählt. Komischerweise haben sie da nicht gesagt, ich soll mir sagen, ich sei gesund und das wäre alles nur psychisch oder eingebildet. Wobei ein Schnösel es sich natürlich nicht verkneifen konnte zu sagen, wir finden da nichts. Ein Hellseher, ein Hellseher! Unseriöser geht es doch gar nicht mehr, oder? Auf die Ergebnisse warte ich heute noch (seit über 2 Wochen, obwohl angeblich nach 3 - 4 Werktagen die Ergebnisse vorliegen). Aber wozu sich die Mühe machen und mir mal Bescheid sagen? Geht ja um nichts Wichtiges.
Oder habe ich immer alles missverstanden und solche Sprüche sollen mich aufbauen und mir helfen? Etliche Werte sind durcheinander und das wird alles heruntergespielt. Ich hatte z. B. extremen Haarausfall und gleichzeitig Eisenmangel (Ferritin erniedrigt). Was wurde gemacht? Nichts, ich hätte ja keine wirkliche Anämie. Also warten, bis ich eine Anämie habe, oder was? Leukos erhöht, na und. Blutsenkung erhöht, ist ja nur ein bisschen. Testosteron erhöht, na ja. Glukose zwischendurch erhöht, muss man nicht wissen. Ich habe total sporadisch, aber häufig Halsschmerzen. Ich habe nonstop Gelenkschmerzen. Mir brechen mal eben so die Zähne weg. Mein Mundpilz verschwindet nicht. Es mag ja evtl.. nichts Gravierendes sein, dass alles so durcheinander ist. Aber auch das muss man doch mal gesagt bekommen. Und wieso spielt alles verrückt, wenn auch "nur ein bisschen"? Wieso höre ich von denen einfach N I C H T S ? Und wenn ich dann was sage oder mich selbst kundig mache, ist es auch nicht recht. Ja, wie soll das denn alles funktionieren?
Werden die denn alle nur wach, wenn man dann endlich irgendwann in Lebensgefahr schwebt oder irreversiblen Schaden genommen hat (wenn man den nicht schon evtl. hat), um es mal etwas extrem auszudrücken? Denn jahrelang krank rumzulaufen, kann ja nun mal heftigen Schaden verursachen. Leute, mich macht das alles fertig. Wenn ich mir vorstelle, die Ärzte würden sich wirklich einbringen und auch ein wenig den Ernst der Lage erkennen, wie viel leichter es wäre, mit dem ganzen Kram umzugehen! Oder liegt das nur daran, dass sie im Endeffekt eben einfach nichts machen können? Und ist man dann deren persönlicher Frustationsableiter?
Ich kann mir einfach gar nicht mehr vorstellen, wieder auf die Reihe zu kommen unter diesen Bedingungen. Mir wird das einfach zu viel. Ich kann mich nicht auf jeden Gebiet schlau machen und alles in die Wege leiten, dazu kommt einfach zu viel zusammen und es wird immer mehr. Ich erwähne manche Dinge schon gar nicht mehr, weil ich denke, wozu. Helfen kann dir eh keiner, und es interessiert auch keinen. Das kann es doch einfach nicht sein. Soll man überhaupt noch zu einem Arzt gehen? Muss man sich das überhaupt antun? Bringt doch wirklich überhaupt nichts.
Wenn ich bedenke, dass ich z. B. bzgl.. der Dosierung von Novothyral auf euch zurückgreifen muss, das ist doch eigentlich unmöglich. Ohne das Internet und euch würde ich nach 2,5 Jahren immer noch hyperthyreot rumlaufen, wenn ich das überhaupt so lange durchgehalten hätte. Mein Kreislauf war schon kurz vorm Abkacken.
Jetzt hat mein Gejammere mal wieder Romanlänge erreicht. Bitte nicht sauer sein, aber ich weiss wirklich nicht mehr, wie ich das aushalten soll und was viel entscheidender ist, ich frage mich wirklich, wie man so wieder auf die Reihe kommen soll. Ich zweifele mittlerweile ganz ernsthaft daran, dass es irgendwann mal wieder erträglich wird und mein Körper auch mal wieder das tut wird, was ICH möchte. Denn so macht das alles keinen Spass mehr und den möchte ich so gern wieder haben. Also, wie gesagt, sorry, sorry, sorry. Aber das MUSSTE einfach raus. Danke fürs Lesen und dass es euch gibt.
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